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﴿وَلكِنَّ اللَّهَ حَبَّبَ إِلَيكُمُ الإيمانَ وَزَيَّنَهُ في قُلوبِكُم وَكَرَّهَ إِلَيكُمُ الكُفرَ وَالفُسوقَ وَالعِصيانَ أُولئِكَ هُمُ الرّاشِدونَ﴾ Kontakt: @AlRashidun_bot
𝐃𝐢𝐞 𝐕𝐨𝐫𝐳𝐮̈𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐤𝐞𝐢𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 „𝐀𝐥𝐥𝐚̄𝐡𝐮 𝐀𝐤𝐛𝐚𝐫“
ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb ❇️ sagte:
„Die Aussage des Dieners: ‚Allāhu akbar‘ ist besser als die Dunyā und alles, was in ihr ist.“
📖[Tafsīr ath-Thaʿlabī (16/512)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Der Athar wird im Sinne der Anspornung der Menschen zum Guten erwähnt.
• Ibn ʿUthaymīn رَحِمَهُ الله erklärte: „Ihre Bedeutung ist offensichtlich: Allāh – erhaben ist Er – ist größer als alles, sowohl in Seinem Wesen als auch in Seinen Namen und Eigenschaften und in allem, was dieses Wort an Bedeutungen umfasst.
Allāh, der Erhabene, sagt: „Sie haben Allāh nicht eingeschätzt, wie es Ihm gebührt, wo die ganze Erde am Tag der Auferstehung in Seiner Hand gehalten wird und (auch) die Himmel in Seiner Rechten zusammengefaltet sein werden.“ (Qurʾān 39:67)
Und Er sagt: „An dem Tag, da Wir den Himmel zusammenfalten, wie der Urkundenschreiber die Schriftstücke
zusammenfaltet. Wie Wir eine erste Schöpfung am Anfang gemacht haben, wiederholen Wir sie; (das ist) ein für Uns bindendes Versprechen. Wir
werden es bestimmt tun.“ (Qurʾān 21:104)
Und aufgrund dieser Seiner Erhabenheit ist Er größer als alles.“
📖[Kitāb ash-Sharḥ aṣ-Ṣawtī li-Zād al-Mustaqniʿ (1/1096)]
𝐅𝐫𝐞𝐢𝐰𝐢𝐥𝐥𝐢𝐠𝐞𝐬 𝐅𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐇𝐢𝐭𝐳𝐞: 𝐃𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐠 𝐳𝐮𝐦 𝐓𝐨𝐫 𝐚𝐫-𝐑𝐚𝐲𝐲𝐚̄𝐧
• Rūḥ ibn Zinbāʿ machte Halt an einem Ort zwischen Mekka und Medina, bei großer Hitze. Da kam ein Hirte vom Berg zu ihm hinunter.
Er sagte zu ihm:
„O Hirte, komm zum Mittagessen!“
Der Hirte antwortete:
„Ich faste.“
Er sagte:
„Fastest du bei dieser Hitze?“
Der Hirte entgegnete:
„Soll ich denn meine Tage nutzlos vergehen lassen?!“
Da sagte Rūḥ:
„Wahrlich, du hast deine Tage geschätzt, o Hirte – während Rūḥ ibn Zinbāʿ sie verschwendet hat.“
• Ibn ʿUmar fastete freiwillig, bis er das Bewusstsein verlor – doch selbst dann brach er sein Fasten nicht.
• Imām Aḥmad fastete so streng, dass er beinahe das Bewusstsein verlor, woraufhin er sich Wasser ins Gesicht spritzte. Er wurde gefragt über jemanden, der fastet und unter großer Hitze leidet. Da sagte er: „Es ist kein Problem, wenn er ein nasses Tuch zur Abkühlung nutzt oder Wasser über sich gießt. Der Prophet 📿 war bei al-ʿArj und goss Wasser über seinen Kopf, während er fastete.“
• Abū ad-Dardāʾ pflegte zu sagen:
„Fastet an einem Tag mit großer Hitze – für die Hitze des Tages der Auferstehung. Und betet zwei Rakʿāt in der Dunkelheit der Nacht – für die Dunkelheit der Gräber.“
• In den beiden Ṣaḥīḥ-Werken (al-Bukhārī und Muslim) wird von Abū ad-Dardāʾ (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) überliefert, dass er sagte:
„Ich sah uns mit dem Gesandten Allāhs 📿 auf einer seiner Reisen an einem sehr heißen Tag. Und wahrlich, der Mann legte seine Hand auf seinen Kopf wegen der starken Hitze. Und unter den Leuten war niemand, der fastete – außer dem Gesandten Allāhs 📿 und ʿAbdullāh ibn Rawāḥah.“
In einer anderen Überlieferung heißt es: „Das war im Monat Ramaḍān.“
➜ Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله kommentierte dazu:
„Als die Fastenden in der Hitze geduldig für Allāh das starke Durstgefühl und den großen Durst ertrugen, widmete Allāh ihnen ein besonderes Tor im Paradies – das Tor „ar-Rayyān“. Wer durch dieses Tor eintritt, wird trinken, und wer trinkt, wird danach nie wieder Durst verspüren. Wenn sie eingetreten sind, wird es hinter ihnen verschlossen, und niemand außer ihnen wird es betreten.“
📖[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 553-554)]
𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐫𝐨ß𝐳𝐮̈𝐠𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧𝐮̈𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐚𝐦𝐢𝐥𝐢𝐞 𝐚𝐦 𝐓𝐚𝐠 𝐯𝐨𝐧 ʿ𝐀̄𝐬𝐡𝐮̄𝐫𝐚̄ʾ
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Und was die Großzügigkeit gegenüber der Familie am Tag von ʿĀshūrāʾ betrifft, so sagte Ḥarb:
„Ich fragte Aḥmad (ibn Ḥanbal) nach dem überlieferten Ḥadīth: ‚Wer an ʿĀshūrāʾ großzügig zu seiner Familie ist…‘ – er betrachtete ihn als nichts.“
Und Ibn al-Manṣūr sagte: „Ich sagte zu Aḥmad: Hast du etwas über den Ḥadīth gehört: ‚Wer an ʿĀshūrāʾ großzügig zu seiner Familie ist, dem wird Allāh Großzügigkeit für das ganze Jahr gewähren?‘
Da sagte er: Ja. Dies wurde überliefert von Sufyān ibn ʿUyayna, von Jaʿfar al-Aḥmar, von Ibrāhīm ibn Muḥammad ibn al-Muntasir – und er war einer der besten seiner Zeit –, dass ihn erreicht hat: Wer an ʿĀshūrāʾ großzügig zu seiner Familie ist, dem wird Allāh das ganze Jahr über Großzügigkeit gewähren. Und Ibn ʿUyayna sagte: Wir haben das seit fünfzig oder sechzig Jahren ausprobiert, und wir sahen nur Gutes.“
Was nun die Aussage von Ḥarb betrifft – „Aḥmad betrachtete ihn als nichts“ –, so meinte er damit den Ḥadīth, der dem Propheten 📿 zugeschrieben wird (als marfūʿ), denn dessen Überlieferungskette ist nicht authentisch.“
📖[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 112-113)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: So bedenke dies, o Diener Allāhs, und nimm dir einen Anteil daran, auf dass Allāh dir vielleicht im ganzen restlichen Jahr Großzügigkeit gewährt.
Und wenn du imstande bist, einem Fastenden das Fastenbrechen zu ermöglichen, dann tu es – denn der Prophet 📿 sagte: „Wer einem Fastenden das Fastenbrechen ermöglicht, dem wird der gleiche Lohn wie dem Fastenden zuteil.“
📖[Sunan at-Tirmidhī (807)]
𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐅𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐓𝐚𝐠 𝐯𝐨𝐧 ʿ𝐀̄𝐬𝐡𝐮̄𝐫𝐚̄ʾ
ʿĀʾisha ↖️ sagte:
„Der Gesandte Allāhs 📿 pflegte den ʿĀshūrāʾ-Tag zu fasten und befahl, an ihm zu fasten.“
📖[Sunan Ibn Mājah (1733)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Was über die Vorzüge von ʿĀshūrāʾ und das Fasten an diesem Tag überliefert wurde, ist zahlreich. Dazu gehört:
• Ibn ʿAbbās ❇️ berichtete: Als der Prophet 📿 nach Medina kam, fand er die Juden fastend. Er fragte: „Was ist das?“ Sie sagten: „Das ist der Tag, an dem Allāh Mūsā rettete und Firʿaun ertränkte. Mūsā fastete ihn aus Dankbarkeit." Der Gesandte Allāhs 📿 sagte: „Wir haben mehr Anrecht auf Mūsā als ihr.“ So fastete er ihn und befahl, ihn zu fasten.
📖[Sunan Ibn Mājah (1734)]
• Der Gesandte Allāhs 📿 sagte: „Das Fasten am Tag von ʿĀshūrāʾ- ich hoffe bei Allāh, dass es das vergangene Jahr sühnt.“
📖[Sunan Ibn Mājah (1738)]
• Der Gesandte Allāhs 📿 wurde nach dem Fasten am Tag von ʿĀshūrāʾ gefragt. Er sagte: „Ich hoffe bei Allāh auf die Sühne für das vergangene Jahr.“
📖[Musnad Aḥmad (22650)]
• Der Gesandte Allāhs 📿 sagte: „ʿĀshūrāʾ ist ein Tag von Allāhs Tagen. Wer will, fastet ihn, und wer will, lässt es sein.“
📖[Musnad Aḥmad (6292)]
• ʿAṭāʾ رَحِمَهُ الله berichtete, dass er Ibn ʿAbbās über den Tag von ʿĀshūrāʾ sagen hörte: „Unterscheidet euch von den Juden und fastet den neunten und den zehnten.“
📖[Muṣannaf ʿAbd ar-Razzāq (7839)]
• Isḥāq ibn Manṣūr رَحِمَهُ الله sagte: „Ich fragte: Ist ʿĀshūrāʾ der neunte oder der zehnte Tag?“ Er (Imām Aḥmad) sagte: „Man fastet den neunten und den zehnten.“ Isḥāq sagte: „So wie er sagte, um sich von den Juden zu unterscheiden, denn sie fasten nur einen Tag.“
📖[Masāʾil al-Kawsaj (697)]
𝐃𝐚𝐬 𝐑𝐞𝐢𝐧𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐜𝐡𝐦𝐮̈𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐭𝐚𝐠𝐬𝐠𝐞𝐛𝐞𝐭
Mahdī ibn Ibrāhīm رَحِمَهُ الله sagte:
„Ich pflegte Mālik ibn Anas am Freitag zu sehen, wie er seine Kleidung wechselte – sogar seine Sandalen.“
📖[Tārīkh Madīnat as-Salām (4/344)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Der Freitag ist ein wöchentlicher Festtag wie das Opferfest (ʿĪd al-Aḍḥā) und das Fest des Fastenbrechens (ʿĪd al-Fiṭr). Ibn al-Qāyyim رَحِمَهُ الله sagte: „Er ist der Tag der Mehrung für die Menschen im Paradies, wenn sie dort eintreten, und er ist ein Festtag für sie in der Dunyā.“
📖[Zād al-Maʿād (1/461)]
➜ Was also an den beiden Festtagen an Verschönerung, Parfümierung und Reinheit empfohlen ist, ist daher auch an jedem Freitag empfohlen.
• Ash-Shāfiʿī رَحِمَهُ الله sagte: „Wir empfehlen dem Mann, sich am Freitag zu reinigen, indem er den Ghusl (Ganzkörperwaschung) vollzieht, Haare und Nägel schneidet und alles tut, was unangenehme Gerüche am ganzen Körper beseitigt. Ebenso soll er den Siwāk benutzen und alles verwenden, was ihn rein und wohlriechend macht. Auch soll er sich parfümieren, wenn er dazu in der Lage ist, und von seiner Kleidung das Beste tragen, was ihm möglich ist und sie ebenfalls gut duften lassen – in Befolgung der Sunnah. Dabei soll er niemanden, der sich in seiner Nähe befindet, in irgendeiner Weise belästigen.
Ebenso liebe ich dies für ihn an jedem Festtag und fordere ihn dazu auf. Auch bei jedem Gemeinschaftsgebet empfehle ich es ihm und ermahne ihn dazu. Allerdings ist es für mich an den Festtagen – einschließlich des Freitags – noch stärker zu empfehlen, aufgrund der Sunnah und wegen der großen Anzahl der Anwesenden. (…)
Und ebenso liebe ich es für jeden, der das Freitagsgebet besucht – sei es ein Sklave, ein Junge oder jemand anderes –, außer für Frauen. Denn ich liebe für sie Sauberkeit und Reinheit in einer Weise, die unangenehme Gerüche beseitigt. Ich aber verabscheue für sie Parfüm und alles, wodurch sie auffällig werden, ebenso auffällige Kleidung – sei es Weiß oder etwas anderes.“
📖[Kitāb al-Umm (2/395-396)]
𝐃𝐚𝐬 𝐔𝐫𝐭𝐞𝐢𝐥 𝐮̈𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐢𝐡𝐫𝐞 𝐧𝐞𝐠𝐚𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐰𝐢𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧
Ibn ʿUthaymīn رَحِمَهُ الله wurde gefragt:
Viele Brüder – möge Allāh sie rechtleiten – schauen sich Spiele im Fernsehen an und sagen: „Daran ist nichts auszusetzen“, obwohl in diesen Spielen die ʿAwra entblößt wird, besonders bei Spielen außerhalb des Landes, und sich Frauen auf den Tribünen befinden. Leider kann es sogar sein, dass einige von ihnen religiös sind und damit argumentieren, dass sie nur zuschauen und nicht aus Ermutigung oder Begeisterung.
Er رَحِمَهُ الله antwortete: Die Realität ist, dass das, was du erwähnt hast, einige Menschen geprüft hat, und sie haben eine starke Neigung dazu entwickelt – ich meine das Anschauen von Spielen. Einige von ihnen lassen deswegen sogar das Gemeinschaftsgebet aus. Es besteht kein Zweifel daran, dass derjenige, der deswegen das Gemeinschaftsgebet verlässt, sündigt und ungehorsam ist, denn das Gemeinschaftsgebet ist verpflichtend.
Wenn wir jedoch annehmen, dass jemand nach dem ʿIshāʾ-Gebet sitzt und schaut, dann sagen wir: Selbst wenn du dabei von Sünde verschont bleibst, ist dieses Sitzen doch nutzlos. Allerdings glaube ich nicht, dass er frei von Sünde bleibt – aus mehreren Gründen:
Erstens: Er verschwendet seine Zeit ohne Nutzen. Zeit ist wertvoller als Geld und für den Verständigen kostbarer als Besitz. Deshalb sagte Allāh: „Wenn dann zu einem von ihnen der Tod kommt, sagt er: Mein Herr, bring mich zurück, auf dass ich rechtschaffen handle in dem, was ich versäumt habe.“ (al-Muʾminūn: 99–100)
Er sagt nicht: „damit ich Spiele schaue“ oder „mich im Diesseits vergnüge“, sondern: „damit ich rechtschaffen handle“. Das zeigt seine Reue über das, was er nicht im Gehorsam gegenüber Allāh verbracht hat.
Zweitens: Es führt dazu, dass das Herz daran gebunden wird. Wenn er sich davon entwöhnen würde, würde es ihm nichts ausmachen. Wie man bei Menschen sieht, die es nicht schauen – es interessiert sie nicht. Wenn sie z. B. Nachrichten schauen und dann Spiele kommen, schalten sie einfach den Fernseher aus. Doch wenn jemand sich daran gewöhnt, hängt sein Herz daran, und seine Liebe dazu wird zur Leidenschaft.
Drittens: Es kann sein, dass in diesen Spielen ein Ungläubiger oder ein Frevler gewinnt, sodass im Herzen eine Form von Bewunderung, Liebe oder Loyalität ihm gegenüber entsteht – und das ist gefährlich.
Viertens: Er wird Geld verlieren durch das, was er für diesen Fernseher an Stromkosten ausgibt, sowie für die Beleuchtung im Geschäft, in dem er sich befindet. Möglicherweise verschlingt das eine beträchtliche Menge an Geld.
Daher sind wir der Ansicht, dass das Anschauen solcher Spiele eine Form von Unvernunft enthält und auch eine Gefahr für den Menschen darstellt. Deshalb solltest du – o Besonnener – diese Spiele nicht anschauen.
📖[Liqāʾāt al-Bāb al-Maftūḥ (1/419-420), Sitzung 11 (Nr. 27)]
𝐃𝐢𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚̈𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐈𝐦𝐚̄𝐧
Der Gesandte Allāhs 📿 sagte:
„Wer von euch etwas Verwerfliches (Munkar) sieht, der soll es mit seiner Hand ändern. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, dann mit seiner Zunge. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, dann mit seinem Herzen und das ist die schwächste Stufe des Imān (Glaubens).“
📖[Ṣaḥīḥ Muslim (49)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Heute sehen wir Tag und Nacht Verwerflichkeiten, hören sie, lesen sie und leben zwischen ihnen, doch kaum bewegt sich ein Herz. Weder missbilligt man sie mit der Hand noch mit der Zunge.
Dann sollte man sie zumindest mit dem Herzen missbilligen: die Sünde verabscheuen, sich wünschen, dass sie beseitigt wird und dass Gehorsam gegenüber Allāh verbreitet wird. Und dies ist die schwächste Stufe des Imān.
• Ibn Bāz رَحِمَهُ الله erklärte: „Das Verurteilen mit dem Herzen bedeutet, dass man das Verwerfliche im Herzen ablehnt, es verabscheut und sich nicht mit denjenigen aufhält, die es begehen.“
📖[Majmūʿ al-Fatāwā (6/64)]
➜ Wenn aber selbst diese Stufe verloren geht, was bleibt dann vom Leben des Herzens übrig?
• Ibn al-Qāyyim رَحِمَهُ الله sagte: „Ein Zeichen seines Todes ist, dass er weder etwas Gutes erkennt noch etwas Verwerfliches missbilligt. So sagte ʿAbdullāh ibn Masʿūd:
,Wisst ihr, wer der Tote unter den Lebenden ist, über den gesagt wurde:
Nicht derjenige ist tot, der stirbt und zur Ruhe kommt, vielmehr ist der Tote der Tote unter den Lebenden!
Sie fragten: ,Und wer ist das?'
Er sagte: ,Derjenige, der weder das Gute kennt noch das Verwerfliche
missbilligt!‘“
📖[Madārij as-Sālikīn (4/169)]
Vergleiche dies nun mit dem Zustand der Salaf, deren Herzen es kaum ertrugen, Verwerfliches zu sehen, ohne es ändern zu können.
• Sufyān ath-Thawrī رَحِمَهُ الله sagte: „Wahrlich, ich sehe etwas Verwerfliches, das ich nicht ändern kann, und so uriniere ich Blut.“
📖[Tafsīr Muqātil ibn Sulaymān (3/613)]
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐦𝐚𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠, 𝐝𝐢𝐞 ʿ𝐔𝐦𝐚𝐫 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐛𝐫𝐚𝐜𝐡𝐭𝐞
Kaʿb al-Aḥbār رَحِمَهُ الله berichtete:
„Ich war bei ʿUmar (ibn al-Khaṭṭāb), da sagte er zu mir: ‚O Kaʿb, ermahne uns und flöße uns Furcht ein.‘
Ich sagte: ‚O Führer der Gläubigen, habt ihr nicht das Buch Allāhs und die Weisheit des Gesandten Allāhs 📿?‘
Er sagte: ‚Doch, aber ermahne uns, o Kaʿb.‘
Da sagte ich: ‚O Führer der Gläubigen, verrichte die Taten eines Mannes, der selbst dann, wenn er am Tag der Auferstehung mit den Taten von siebzig Propheten käme, seine eigenen Taten angesichts dessen, was er dort sehen wird, für gering halten würde.‘
Darauf senkte ʿUmar lange seinen Kopf. Als er wieder aufschaute, sagte er: ‚Gib uns mehr, o Kaʿb.‘
Ich sagte: ‚O Führer der Gläubigen, wenn sich von der Hölle im Osten nur eine Öffnung von der Größe eines Nasenlochs eines Stieres öffnen würde, dann würde einem Menschen im Westen vor ihrer Hitze das Gehirn schmelzen und herausfließen.‘
Da senkte ʿUmar lange seinen Kopf. Als er wieder aufschaute, sagte er: ‚Gib uns mehr, o Kaʿb.‘
Ich sagte: ‚O Führer der Gläubigen, wahrlich, die Hölle wird am Tag der Auferstehung einen Schrei (Atemzug) ausstoßen, sodass weder ein nahestehender Engel noch ein gesandter Prophet übrig bleibt, ohne auf seinen Knien niederzufallen. Selbst Ibrāhīm 📿, der Freund Allāhs, wird auf die Knie fallen und sagen: „Meine Seele! Meine Seele! Heute bitte ich Dich um nichts außer um meine Seele.“‘
Da senkte ʿUmar lange seinen Kopf.
Dann sagte ich: ‚O Führer der Gläubigen, findet ihr dies nicht im Buch Allāhs?‘
Er sagte: ‚Wie das?‘
Ich sagte: ‚Allāh sagt: „An jenem Tag wird jede Seele kommen und für sich selbst streiten, und jeder Seele wird voll vergolten werden, was sie getan hat, und ihnen wird kein Unrecht zugefügt werden.“ (Qurʾān 16:111)
Darauf schwieg ʿUmar.“
📖[Ḥilyat al-Awliyāʾ (5/268-269)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: So denke über dich nach, du arme Seele. Diese Ermahnung brachte ʿUmar, den Gefährten des Propheten 📿 – einen Mann, dem das Paradies versprochen wurde – zum Schweigen. Wie kannst du dann solche Worte über dich ergehen lassen, ohne darüber nachzudenken oder auch nur die geringste Furcht zu verspüren, während du nichts weiter als ein sündiger Diener bist, dem nichts versprochen wurde? Wenn selbst ʿUmar bei solchen Ermahnungen seinen Kopf senkte und schwieg, wie steht es dann um uns?
𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐡𝐚̈𝐧𝐠𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐮𝐧𝐧𝐚𝐡 – 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐧
Al-Bukhāri رَحِمَهُ الله sagte:
„Die besten Muslime sind diejenigen, die eine Sunnah des Gesandten Allāhs 📿 wiederbeleben, nachdem sie in Vergessenheit geraten ist. So habt Geduld, ihr Anhänger der Sunnah – möge Allāh sich eurer erbarmen –, denn ihr seid die Wenigsten.“⁽¹⁾
📖[Al-Jāmiʿ li-Akhlāq ar-Rāwī (91)]
⁽¹⁾: Abū Bakr al-Khaṭīb al-Baghdādī kommentierte dazu:
„Mit der Aussage von al-Bukhāri: ‚Die Anhänger der Sunnah sind die Wenigsten‘ meinte er die Bewahrer des Hadith, die seine Überlieferungswege kennen und zwischen authentischen und schwachen Berichten unterscheiden können.
Und er sprach die Wahrheit – möge Allāh ihm barmherzig sein. Denn wenn du die Verhältnisse betrachtest, wirst du kaum eine Stadt der Muslime finden, in der es nicht einen Faqīh oder Studenten des Fiqh gibt, an den sich die Menschen wenden und auf dessen Fatawa sie sich verlassen.
Doch viele Städte sind frei von einem Hadith-Gelehrten, der den Hadith wirklich kennt, ihn versteht und darin selbstständig forscht. Das liegt an der Schwierigkeit dieses Wissens, seiner Seltenheit und daran, dass nur wenige seiner Lernenden und Schreiber darin wirklich herausragen.
Dabei war das Wissen zur Zeit al-Bukhāris noch frisch und lebendig. Sich damit zu beschäftigen war beliebt, und die Beweggründe dafür waren größer, ebenso wie das Verlangen danach. Dennoch sagte er diese Worte. Was sollen wir dann über unsere Zeit sagen, in der die Suchenden fehlen und die Interessierten nur wenige sind?
Als hätte der Dichter die geringe Zahl der Spezialisten unserer Zeit beschrieben, als er sagte:
Früher pflegten wir sie für wenige zu halten,
doch nun sind sie weniger als die Wenigen.“
𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐟𝐚𝐡𝐫, 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐧 𝐳𝐮 𝐯𝐞𝐫𝐚𝐛𝐬𝐜𝐡𝐞𝐮𝐞𝐧
Ibn Taymiyyāh رَحِمَهُ الله sagte:
„So nimm dich in Acht, nimm dich in Acht, o Mensch, davor, etwas von dem zu verabscheuen, womit der Gesandte 📿 gekommen ist, oder es zurückzuweisen – sei es wegen deiner eigenen Neigung (Hawā), aus Parteilichkeit für deine Rechtsschule oder deinen Gelehrten oder wegen deiner Beschäftigung mit Begierden oder mit der Dunyā.
Denn Allāh hat niemandem die Pflicht auferlegt, jemandem zu gehorchen – außer dem Gesandten. Man soll das nehmen, womit er gekommen ist. Selbst wenn ein Diener allen Menschen widerspricht und dem Gesandten folgt, wird Allāh ihn nicht dafür zur Rechenschaft ziehen, dass er anderen widersprochen hat.“
📖[Majmūʿ al-Fatāwā (16/529)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Heutzutage hören wir oft von „Muslimen“ – sogar bei vielen von Familien und Eltern –, wenn wir zu etwas aufrufen, das Allāh oder Sein Gesandter 📿 befohlen haben, oder wenn wir versuchen, unsere Religion praktisch umzusetzen, dass sie sagen: „Ihr macht uns die Religion verhasst.“
Doch diese Unwissenden wissen nicht, dass derjenige, der etwas von der Religion verabscheut, zum Abtrünnigen (Murtadd) wird.
• Allāh, der Erhabene, sagt: „Dies, weil sie das verabscheuten, was Allāh herabgesandt hat, so machte Er ihre Taten zunichte.“ (Qurʾān 47:9)
• Muḥammad ibn ʿAbd al-Wahhāb رَحِمَهُ الله sagte: „Der fünfte Auslöscher (des Islams): Wer etwas von dem hasst, womit der Gesandte 📿 gekommen ist – selbst wenn er danach handelt –, begeht Unglauben (Kufr).“
📖[Nawāqid al-Islām (5)]
➜ Wie ist es dann erst bei demjenigen, der nicht danach handelt und zugleich hasst und verabscheut?
• Ibn Bāz رَحِمَهُ الله sagte: „Wer das verabscheut, was Allāh herabgesandt und vorgeschrieben hat, der ist ein Abtrünniger.“
📖[Fatāwā Nūr ʿalā ad-Darb (S. 1645)]
𝐃𝐚𝐬 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐡𝐨𝐥𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐦𝐚𝐝𝐚̄𝐧-𝐓𝐚𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐬𝐞𝐜𝐡𝐬 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐰𝐰𝐚̄𝐥
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Es wurde bereits von Umm Salama überliefert, dass sie ihrer Familie befahl: ‚Wer noch Nachholfasten (Qaḍāʾ) vom Ramaḍān hat, soll damit am Tag nach dem ʿĪd beginnen.‘
Wer also noch Tage vom Ramaḍān nachholen muss, soll im Monat Schawwāl mit dem Nachholen beginnen, denn das führt schneller dazu, dass man von seiner Verpflichtung befreit ist, und es hat Vorrang vor dem freiwilligen Fasten der sechs Tage von Schawwāl.
Denn die Gelehrten haben darüber eine Meinungsverschiedenheit:
Ist es erlaubt, freiwillig zu fasten, bevor man das Pflichtfasten nachholt, oder nicht?
Selbst nach der Meinung derjenigen, die freiwilliges Fasten vor dem Nachholen erlauben, wird der besondere Lohn des Fastens von sechs Tagen in Schawwāl nur für denjenigen erreicht, der zuerst den Ramaḍān vollständig gefastet hat und ihn dann mit sechs Tagen aus Schawwāl folgen lässt.
Wer also noch Ramaḍān-Tage nachholen muss und dann zuerst freiwillig die sechs Tage von Schawwāl fastet, erhält nicht den Lohn von demjenigen, der Ramaḍān gefastet und danach sechs Tage aus Schawwāl gefastet hat, weil er den Ramaḍān noch nicht vollständig abgeschlossen hat.
Genauso erhält jemand, der wegen eines entschuldigten Grundes im Ramaḍān nicht gefastet hat und dann nur sechs Tage in Schawwāl fastet, nicht den Lohn eines ganzen Jahres Fastens – darüber besteht kein Zweifel.
Wer jedoch im Schawwāl zuerst die Nachholtage fastet und danach noch sechs Tage von Schawwāl fastet, dann ist das gut. Denn dann hat er den Ramadan vervollständigt und ihm sechs Tage aus Schawwāl folgen lassen.
Der besondere Lohn der sechs Tage von Schawwāl wird also nicht durch das Nachholen der Ramaḍān-Tage erreicht, denn das Fasten der sechs Tage von Schawwāl gilt erst nach der vollständigen Beendigung des Ramaḍān.“
📖[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 397-398)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Die Pflicht hat Vorrang vor dem Freiwilligen. Deshalb beginnt man mit dem Nachholen des Ramaḍān und danach mit dem freiwilligen Fasten.
• Ibn Taymiyyāh رَحِمَهُ الله sagte: „Wer noch Nachholfasten (Qaḍāʾ) vom Ramaḍān hat, dem ist es nicht erlaubt, freiwillig zu fasten. (…)
Und wenn jemand gelobt (Nadhr), zu fasten, während er noch Tage vom Ramaḍān nachholen muss, dann beginnt er mit der Pflicht (dem Nachholen des Ramaḍān) vor dem freiwilligen Fasten. Und wenn er ein Gelübde zu fasten hat, dann fastet er dieses nach der Pflicht.
Imām Aḥmad überlieferte: Über Ibn Lahīʿa, von Muḥammad ibn ʿAbd ar-Raḥmān, von ʿAbdullāh ibn Abī Rāfiʿ, von Abū Hurayra, dass der Prophet 📿 sagte: ‚Wer freiwillig fastet, während er noch Tage vom Ramaḍān nachzuholen hat, dessen Fasten wird nicht angenommen.‘
Und im Musnad wurde ebenfalls überliefert, dass der Gesandte Allāhs 📿 sagte: ‚Wer den Ramaḍān erreicht, während er noch Tage vom vergangenen Ramaḍān nachzuholen hat und sie nicht nachholt, dem wird es nicht angenommen. Und wer freiwillig fastet, während er noch Tage vom Ramaḍān nachzuholen hat, dessen freiwilliges Fasten wird nicht angenommen, bis er sie nachholt.‘ (…)
Und in der Empfehlung (Wasiyya) von Abū Bakr an ʿUmar – möge Allāh mit ihnen zufrieden sein – steht: ‚Wisse, dass freiwillige Taten nicht angenommen werden, bis die Pflicht erfüllt wurde.‘“
📖[Sharḥ al-ʿUmdah (3/282-283)]
➜ Und Allah, der Erhabene, hat Seine Diener dazu aufgefordert, Ihm für die Gnade des Fastens im Ramaḍān zu danken – durch das Gedenken an Ihn und andere Formen der Dankbarkeit. Er sagte:
„Und (Er gebot euch,) dass ihr die Anzahl (der Tage) vollendet und Allah lobpreist, dafür dass Er euch rechtgeleitet hat, und auf dass ihr dankbar seid.“ (Qurʾān 2:185)
Zum Dank eines Dieners gegenüber seinem Herrn gehört es, nach dem Ramaḍān zu fasten – als Ausdruck der Dankbarkeit dafür, dass Allah ihn zum Fasten befähigt, ihn dabei unterstützt und ihm seine Sünden vergeben hat.
Einige der Salaf pflegten, wenn sie in einer Nacht zum Gebet geführt wurden, den Tag darauf fastend zu verbringen – als Dank für die Möglichkeit, das Gebet zu verrichten.
Wahib ibn al-Ward wurde nach der Belohnung für eine Tat wie den Ṭawāf und ähnlichen gefragt. Er sagte: „Fragt nicht nach der Belohnung, sondern fragt, welche Dankbarkeit demjenigen obliegt, der zu dieser Tat befähigt wurde.“
Wenn du für jede Gabe deines Herrn nicht
mit mehr Dankbarkeit erwiderst, dann bist du kein (wahrer) Dankbarer.
Jede Gabe, die der Diener von Allāh in Religion oder Weltlichem erhält, erfordert Dankbarkeit. Dann ist das Gelingen, dafür zu danken, eine weitere Gabe, die wiederum Dank erfordert. Und das Gelingen dieses zweiten Dankes ist eine weitere Gabe, die erneut Dank erfordert – und so geht es unaufhörlich weiter. Die Diener sind daher nicht in der Lage, den Dank für die Gaben vollständig zu leisten.
Die wahre Dankbarkeit besteht darin, das eigene Unvermögen anzuerkennen, wahrhaft dankbar zu sein, wie es heißt:
Wenn mein Dank für Gottes Gabe selbst eine Gabe ist,
dann schulde ich dafür wiederum Dank.
Wie kann ich da je vollkommen danken, außer durch Seine Gnade,
auch wenn die Tage lang währen und das Leben andauert?
Abū ʿAmr ash-Shaybānī berichtete: Mūsā 📿 sagte am Tage des Ṭūr:
„Mein Herr, wenn ich bete, so ist es durch Dich. Wenn ich Almosen gebe, so ist es durch Dich. Und wenn ich Deine Botschaften überbringe, so ist es durch Dich. Wie also kann ich Dir danken?“
Allāh sagte: „O Mūsā, jetzt hast du Mir gedankt.“
Die göttliche Gabe, den Ramaḍān zu fasten, durch das Begehen von Sünden danach zu vergelten, ist das Handeln dessen, der Allahs Gnade mit Undankbarkeit vertauscht. Wer bereits während seines Fastens den festen Vorsatz hat, nach dessen Ende erneut Sünden zu begehen, dessen Fasten wird zurückgewiesen und das Tor der Barmherzigkeit bleibt ihm verschlossen.
Kaʿb (Ibn Mālīk) sagte: „Wer den Ramadan fastet, und zu sich selbst sagt, dass er nach dem Ramaḍān nicht gegenüber Allah sündigen wird, wird ohne Frage und ohne Abrechnung ins Paradies eintreten.
Und wer den Ramaḍān jedoch fastet, während er zu sich selbst sagt, dass er nach dem Ramadan wieder sündigen wird, dessen Fasten wird nicht angenommen.“ ⇩
𝐖𝐚𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐈𝐬𝐭𝐢𝐠𝐡𝐟𝐚̄𝐫 – 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐦 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭 𝐳𝐮𝐫 𝐒𝐮̈𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮𝐫𝐮̈𝐜𝐤𝐤𝐞𝐡𝐫𝐞𝐧
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Das nützlichste Istighfār (Bittgebet um Vergebung) ist das, das mit aufrichtiger Reue (Tawbah) einhergeht. Und es bedeutet, die Entschlossenheit (zur Sünde) zu lösen. Wer mit seiner Zunge um Vergebung bittet, während sein Herz weiterhin an der Sünde hängt und er fest entschlossen ist, nach dem Monat zur Sünde zurückzukehren, dessen Fasten wird nicht angenommen und das Tor der Akzeptanz bleibt ihm verschlossen.
Kaʿb (Ibn Mālīk) sagte: „Wer den Ramadan fastet, und zu sich selbst sagt, dass er nach dem Ramadan nicht gegenüber Allah sündigen wird, wird ohne Frage und ohne Abrechnung ins Paradies eintreten. Und wer den Ramadan jedoch fastet, während er zu sich selbst sagt, dass er nach dem Ramadan wieder sündigen wird, dessen Fasten wird nicht angenommen.““
[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 385)]
𝐃𝐚𝐬 𝐒𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤𝐞 𝐚𝐧 ʿ𝐈̄𝐝
𝟔𝟔- Wakīʿ sagte: „Wir gingen mit Sufyān ath-Thawrī an Yawm al-ʿĪd hinaus, und er sagte: ‚Das Erste, womit wir unseren Tag beginnen, ist, unsere Blicke zu senken.’”
𝟔𝟕- ʿAbdullāh az-Zarrād sagte: „Ḥassān ibn Abī Sinān ging zum ʿĪd. Als er zurückkehrte, wurde ihm gesagt: ‚O Abū ʿAbd Allāh! Wir haben keinen ʿĪd gesehen, der mehr Frauen hatte als dieser!’ Er antwortete: ‚Keine Frau hat mich empfangen, bis ich zurückkam.’”
𝟔𝟖- Ghassān ibn al-Faḍl sagte: „Ein älterer Mann, der uns als Abu Hakim bekannt war, berichtete mir, dass Ḥassān ibn Abī Sinān an Yawm al-ʿĪd hinausging. Als er zurückkehrte, sagte seine Frau zu ihm: ‚Wie viele schöne Frauen hast du heute gesehen?’ Als sie immer wieder darauf bestand, antwortete er: ‚Wehe dir! Ich habe seit ich gegangen bin nicht mehr als auf meinen Daumen geschaut, bis ich zu dir zurückgekommen bin’”
[Kitāb al-Waraʿ li-Ibn Abī Dunyā (66-68)]
𝐃𝐚𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐦𝐮̈𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 ʿ𝐈̄𝐝
𝟓𝟏𝟕- Der Prophet 📿 pflegte an jedem Festtag (ʿĪd) ein gestreiftes, geschmücktes Gewand zu tragen.
𝟓𝟏𝟖- Der Prophet 📿 pflegte sich an jedem ʿĪd einen Turban umzubinden.
Ash-Shāfiʿī رَحِمَهُ الله sagte: „Ich bevorzuge es, dass der Mann an den Festtagen, am Freitag und bei Versammlungen der Menschen das Beste an Kleidung trägt, was er finden kann, sich reinigt und Parfüm verwendet.
Außer beim Bittgebet um Regen (Istisqāʾ): Dort bevorzuge ich, dass er zwar sauber, aber in schlichter und bescheidener Erscheinung kommt. Ich bevorzuge für den Imām das Tragen eines Turbans, sowohl im Winter als auch im Sommer, und ich mag für die Menschen das Gleiche, was ich für den Imām mag – an Sauberkeit, Parfüm und dem Tragen der besten Kleidung, die sie sich leisten können. Allerdings ist meine Empfehlung bezüglich des Turbans für sie nicht so stark wie für den Imām.
Wer an diesen Gebeten teilnimmt und rein ist sowie Kleidung trägt, in der das Gebet gültig ist – ob Mann oder Frau –, dessen Gebet ist gültig.
Ich bevorzuge, dass Frauen, wenn sie an den Festgebeten und anderen Gebeten teilnehmen, sauber erscheinen durch Wasserreinigung, jedoch ohne Parfüm. Sie sollen keine auffällige oder schmückende Kleidung tragen und keine Kleidung der Zurschaustellung anziehen. Vielmehr sollen sie schlichte Kleidung tragen, einfarbig – wie Weiß oder Ähnliches (z.B. Schwarz). Und ich missbillige für sie jegliche Färbung (der Kleidung), denn sie ähnelt (äußerlich) der Zierde oder der Auffälligkeit – oder beidem.
Die Kinder sollen das Beste an Kleidung tragen, was sie sich leisten können – Jungen wie Mädchen. Und sie dürfen Schmuck tragen sowie farbige Kleidung.“
📖[Kitāb al-Umm (2/493-494)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Genau. Das gehört zur Sunnah – und die Betonung liegt bei der Frau auf dem „wenn“, weshalb Imam Ash-Shāfiʿī auch entsprechende Bedingungen erwähnt. Wenn eine Frau parfümiert, unbedeckt, eng gekleidet oder geschmückt aus dem Haus hinausgeht, dann soll sie zu Hause bleiben.
➜ Siehe ebenfalls:
/channel/alrashidun/1655
𝐃𝐢𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐡𝐥 𝐚𝐥-𝐇𝐚𝐝𝐢̄𝐭𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐞 𝐙𝐞𝐫𝐬𝐭𝐫𝐞𝐮𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐡𝐥 𝐚𝐥-𝐁𝐢𝐝𝐚ʿ 𝐢𝐦 𝐆𝐥𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧
As-Samʿānī رَحِمَهُ الله sagte:
„Und zu dem, was darauf hinweist, dass die Ahl al-Ḥadīth (Leute des Ḥadīth) auf der Wahrheit sind, gehört:
Wenn du all ihre verfassten Bücher durchgehst – von den ersten bis zu den späteren, von den frühen bis zu den heutigen –, trotz der Verschiedenheit ihrer Länder und Zeiten und der weiten Entfernungen zwischen ihnen, wobei jeder von ihnen in einem anderen Gebiet lebt, wirst du feststellen, dass sie in der Darlegung der Glaubenslehre auf einem einzigen Weg und einem einheitlichen Muster sind. Sie folgen darin einer Methode, von der sie weder abweichen noch sich davon abwenden. Ihre Aussagen sind in diesem Punkt eins, ebenso ihre Handlungen. Du siehst unter ihnen keinerlei Unterschied oder Spaltung, selbst nicht in den kleinsten Dingen.
Vielmehr, wenn du alles zusammentragen würdest, was sie geäußert und von ihren Vorfahren überliefert haben, würdest du es so finden, als käme es aus einem einzigen Herzen und wäre von einer einzigen Zunge gesprochen. Gibt es einen klareren Beweis für die Wahrheit als diesen?
Allāh, der Erhabene, sagt: „Denken sie denn nicht sorgfältig über den Qurʾān nach? Wenn er von jemand anderem wäre als von Allāh, würden sie in ihm wahrlich viel Widerspruch
finden.“ (Qurʾān 4:82)
Und Er, der Erhabene, sagt: „Und haltet alle fest am Seil Allāhs und geht nicht auseinander! Und gedenkt Allāhs Gunst an euch, als ihr Feinde wart und Er dann eure Herzen zusammenführte, worauf ihr durch Seine Gunst Brüder wurdet.“ (Qurʾān 3:103)
Wenn du hingegen die Leute der Neigungen und Neuerungen (Ahl al-Ahwāʾ wa-l-Bidaʿ) betrachtest, siehst du sie zerstritten, uneinig, in Gruppen und Parteien. Kaum findest du zwei von ihnen, die im Glauben denselben Weg verfolgen. Einige erklären andere zu Neuerern, und es steigert sich sogar bis zum Takfīr: Der Sohn erklärt seinen Vater zum Ungläubigen, der Mann seinen Bruder und der Nachbar seinen Nachbarn.
Du siehst sie ständig in Streit, Feindschaft und Uneinigkeit. Ihr Leben vergeht, ohne dass ihre Worte jemals übereinstimmen. „Du meinst, sie halten zusammen, doch ihre Herzen sind verschieden. Dies (ist so), weil sie Leute sind, die nicht begreifen.“ (Qurʾān 59:14)
📖[Al-Intiṣār li-Ahl al-Ḥadīth (S. 45-46)]
𝐍𝐞𝐮𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐓𝐚𝐠 𝐯𝐨𝐧 ʿ𝐀̄𝐬𝐡𝐮̄𝐫𝐚̄ʾ
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Was jedoch das Machen dieses Tages zu einem Trauertag betrifft, wie es die Rāfiḍa wegen der Tötung al-Ḥusain ibn ʿAlī – möge Allāh mit beiden zufrieden sein – tun, so gehört dies zu den Taten derjenigen, deren Streben im diesseitigen Leben fehlgegangen ist, während sie glauben, sie würden Gutes tun. Allāh und Sein Gesandter haben nicht angeordnet, die Tage der Prüfungen der Propheten und ihren Tod zu Trauertagen zu machen. Wie ist es dann erst bei anderen?“
📖[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 113)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Genau wie es eine Neuerung (Bidʿah) ist, dass die Schiiten diesen Tag zu einem Trauertag machen, ist es ebenso eine Neuerung, ihn zu einem Festtag zu machen – mit Feiern, Schminken und dem Schmücken der Frauen. Der Ursprung dessen ist vorallem bei den Nawāṣib.
• Ibn Kathīr رَحِمَهُ الله sagte: „Die Rāfiḍa und die Schiiten haben den Tag von ʿĀshūrāʾ den Nawāṣib aus den Leuten von Ash-Shām entgegengesetzt. So pflegten diese am Tag von ʿĀshūrāʾ Hülsenfrüchte zu kochen, sich zu waschen, sich zu parfümieren, ihre besten Kleider zu tragen und diesen Tag zu einem Fest zu machen, in dem sie verschiedene Speisen zubereiten und Freude und Fröhlichkeit zeigen; damit wollten sie den Rāfiḍa entgegentreten und ihnen widersprechen.“
📖[Al-Bidāya wa-n-Nihāya (11/577)]
Das Erlaubte und Erwünschte am Tag von ʿĀschūrāʾ ist lediglich das Fasten und die Großzügigkeit gegenüber der Familie. Aber es muss zwischen Großzügigkeit gegenüber der Familie und Feiern unterschieden werden.
• In Al-Mausūʿa al-Fiqhiyya al-Kuwaitiyya heißt es: „Was über die Großzügigkeit gegenüber der Familie hinausgeht, wie Feiern, das Auftragen von Kohl oder das Schmücken am zehnten Tag und in seiner Nacht, so sind die Mehrheit der Gelehrten – al-Ḥanafiyya, al-Mālikiyya, ash-Shāfiʿiyya und al-Ḥanābila – der Ansicht, dass das Feiern in der Nacht des 10. Muḥarram oder an seinem Tag eine Neuerung ist und nichts davon empfohlen ist. Vielmehr sind die überlieferten Berichte in diesem Bereich von Lügnern und Anhängern von Neuerungen erfunden worden, um ihre Neuerung zu unterstützen, die sie an diesem Tag praktizieren.“
📖[Al-Mawsūʿa al-Fiqhiyya al-Kuwaytiyya (29/221)]
𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐅𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 𝐚𝐦 𝐓𝐚𝐠 𝐯𝐨𝐧 ʿ𝐀̄𝐬𝐜𝐡𝐮̄𝐫𝐚̄ʾ
Ibn ʿUthaymīn رَحِمَهُ الله sagte:
„Das Fasten von ʿĀshūrāʾ hat vier Stufen:
Die erste Stufe: Dass wir den 9., 10. und 11. fasten, und dies ist die höchste Stufe, aufgrund dessen, was Aḥmad im Musnad überlieferte: ‚Fastet einen Tag davor und einen Tag danach; widersprecht den Juden‘, und weil der Mensch, wenn er die drei Tage fastet, die Vorzüglichkeit des Fastens von drei Tagen eines Monats erlangt.
Die zweite Stufe: der 9. und der 10., aufgrund der Aussage des Propheten – 📿 geben: ‚Wenn ich bis zum kommenden Jahr bleibe, werde ich ganz gewiss den 9. fasten.‘ Als ihm gesagt wurde: Die Juden pflegten den 10. zu fasten, und er liebte es, den Juden zu widersprechen, vielmehr allen Ungläubigen zu widersprechen.
Die dritte: der 10. zusammen mit dem 11..
Und die vierte: der 10. allein; so sagten einige der Gelehrten: Es ist erlaubt, und einige von ihnen sagten: Es ist verpönt; wer sagte, dass es erlaubt ist, führte als Beweis die Allgemeinheit der Aussage des Gesandten 📿 an, als er über das Fasten des Tages von ʿĀschūrāʾ gefragt wurde, da sagte er: ‚Ich erhoffe von Allāh, dass Er das Jahr, das davor war, sühnt‘, und er erwähnte den 9. nicht.
Und wer sagte, dass es verpönt ist, sagte: Der Prophet 📿 sagte: ‚Widersprecht den Juden, fastet einen Tag davor oder einen Tag danach.‘ Und in einem anderen Wortlaut: ‚Fastet einen Tag davor und einen Tag danach.‘
Und dies erfordert die Verpflichtung, einen Tag hinzuzufügen, um zu widersprechen, oder zumindest: die Verpöntheit, ihn allein zu fasten.
Und die Aussage der Verpöntheit seines alleinigen Fastens ist stark, und deshalb sehen wir, dass der Mensch daraus herauskommt, indem er den 9. davor oder den 11. fastet.“
📖[Liqāʾāt al-Bāb al-Maftūḥ (4/596-597), Sitzung 95 (Nr. 2)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Es ist erlaubt, den Tag von ʿĀshūrāʾ allein zu fasten, und es ist nicht verpönt, ihn allein zu fasten. Diese Ansicht vertretet unteranderem Sheikh al-Islām ibn Taymiyyāh.
• Ibn Taymiyyāh رَحِمَهُ الله sagte:
„Das Fasten am Tag ʿĀshūrāʾ ist eine Sühne für ein Jahr, und es ist nicht unerwünscht, ihn allein zu fasten.“
📖[Al-Fatāwā al-Kubrā (5/378)]
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭
ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb ❇️ sagte:
„Rechnet mit euch selbst ab, bevor mit euch abgerechnet wird, und wägt euch selbst, bevor ihr gewogen werdet. Denn es wird für euch morgen in der Abrechnung leichter sein, wenn ihr euch selbst zur Rechenschaft zieht und euch vorbereitet auf die große Vorführung – an dem Tag, an dem ihr vorgeführt werdet und nichts von euch verborgen bleibt.“
📖[Kitāb az-Zuhd li-l-Imām Aḥmad (633)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Betrachtet den Zustand der Salaf und wie sie sich selbst zur Rechenschaft zogen – obwohl unter ihnen jene waren, denen das Paradies zugesichert wurde!
• Maimūn ibn Mihrān رَحِمَهُ الله sagte: „Ein Mensch wird nicht gottesfürchtig sein, bis er sich selbst strenger zur Rechenschaft zieht als ein Geschäftspartner seinen Partner, und bis er weiß, woher seine Kleidung, seine Nahrung und sein Trank stammen.“
📖[Kitāb az-Zuhd li-Hannād ibn as-Sarī (2/580)]
• Al-Ḥasan al-Baṣrī رَحِمَهُ الله sagte in einer seiner Ermahnungen: „Der Diener bleibt im Guten, solange er einen Ermahner in sich selbst hat und die Selbstabrechnung zu seinen Anliegen gehört.“
📖[Ḥilyat al-Awliyāʾ (2/145)]
• Es wird berichtet: „Tawbah ibn aṣ-Ṣimmah رَحِمَهُ الله war in ar-Raqqah und pflegte, sich selbst zur Rechenschaft zu ziehen. Eines Tages berechnete er sein Alter und stellte fest, dass er 60 Jahre alt war. Dann zählte er seine Tage und es waren 21500 Tage. Da rief er laut: ‚Wehe mir! Werde ich dem König mit 21500 Sünden begegnen? Wie ist es dann, wenn es an jedem Tag noch zehntausend Sünden sind?!‘ Daraufhin fiel er in Ohnmacht, und als man nach ihm sah, war er gestorben. Und sie hörten jemanden sagen: ‚Was für ein schneller Aufbruch zum höchsten Paradies – aus Furcht.‘“
📖[Kitāb az-Zuhd wa-r-Raqāʾiq li-l-Khaṭīb al-Baghdādī (S. 100)]
➜ Einige der Gelehrten verfassten sogar eigene Werke über dieses Thema, wie Ibn Abī ad-Dunyā in seinem Buch „Muḥāsabat an-Nafs“ (Selbstabrechnung der Seele).
Wenn dies der Zustand der Rechtschaffenen war – wie steht es dann erst um uns?
𝐃𝐢𝐞 𝐁𝐞𝐝𝐢𝐧𝐠𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐚̄ 𝐢𝐥𝐚̄𝐡𝐚 𝐢𝐥𝐥𝐚̄ 𝐀𝐥𝐥𝐚̄𝐡
Ḥāfiẓ al-Ḥakamī رَحِمَهُ الله sagte:
„Und sie ist an sieben Bedingungen gebunden,
die wahrhaftig in den Texten der Offenbarung überliefert sind.
Denn dem, der sie ausspricht, nützt sie nicht,
außer wenn er sie vollständig erfüllt.
Wissen, Gewissheit und Akzeptanz,
sowie Unterwerfung – verstehe also, was ich sage.
Und Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Liebe –
möge Allāh dich zu dem leiten, was Er liebt.“
📖[Maʿārij al-Qabūl (S. 62)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Wie bereits vom Autor erwähnt, hat das Aussprechen von „Lā ilāha illā Allāh“ keinen Nutzen, solange ihre Bedingungen nicht erfüllt werden. Im Folgenden werden ihre Belege aufgeführt:
𝟏- 𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧: Allāh sagt: „Wisse also, daß es keinen anbetungswürdigen Gott außer Allāh gibt. Und bitte um Vergebung für deine Sünde und für die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen. Allāh kennt euren Wandel und euren Aufenthalt.“ (Qurʾān 47:19)
➜ Das Wissen, das Allāh hier befiehlt, ist das Wissen über den Tauḥīd.
𝟐- 𝐆𝐞𝐰𝐢𝐬𝐬𝐡𝐞𝐢𝐭: Allāh sagt: „Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allāh und Seinen Gesandten glauben und hierauf nicht zweifeln und sich mit ihrem Besitz und mit ihrer eigenen Person auf Allāhs Weg abmühen. Das sind die Wahrhaftigen.“ (Qurʾān 49:15)
➜ Allāh hat hier zur Bedingung für den Glauben gemacht, dass kein Zweifel vorhanden ist. Zweifel steht im Gegensatz zur Gewissheit.
𝟑- 𝐀𝐤𝐳𝐞𝐩𝐭𝐚𝐧𝐳: Allāh sagt: „(Denn) sie pflegten, wenn zu ihnen gesagt wurde:
Es gibt keinen Gott außer Allāh, sich hochmütig zu verhalten, und sagten: Sollen wir denn wahrlich unsere Götter verlassen wegen eines besessenen Dichters? (Qurʾān 37:35–36)
𝟒- 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐰𝐞𝐫𝐟𝐮𝐧𝐠: Allāh sagt: „Wer sich Allāh völlig hingibt und dabei Gutes tut, der hält sich an die festeste Handhabe. Und zu Allāh (führt) das Ende der Angelegenheiten.“ (Qurʾān 31:22)
➜ Die „festeste Handhabe“ ist „Lā ilāha illā Allāh“. Sich Allāh hinzugeben bedeutet, sich Ihm aufrichtig zu unterwerfen.
𝟓- 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐚𝐟𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭: Allāh sagt: „Meinen die Menschen, daß sie in Ruhe gelassen werden, (nur) weil sie sagen: ‚Wir glauben‘, ohne daß sie geprüft werden? Wir haben bereits diejenigen vor ihnen geprüft. Allāh wird ganz gewiß diejenigen kennen, die die Wahrheit sprechen, und Er wird ganz gewiß die Lügner kennen.“ (Qurʾān 28:2–3)
Und Er sagt: „Unter den Menschen gibt es manche, die sagen: „Wir glauben an Allāh und an den Jüngsten Tag, doch sind sie nicht gläubig. Sie möchten Allāh und diejenigen, die glauben, betrügen. Aber sie betrügen nur sich selbst, ohne zu merken. In ihren Herzen ist Krankheit, und da hat Allāh ihnen die Krankheit noch gemehrt. Für sie wird es schmerzhafte Strafe dafür geben, daß sie zu lügen pflegten.“ (Qurʾān 2:8-10)
➜ Wahrhaftigkeit bedeutet, dass man dieses Wort mit einem Herzen ausspricht, das daran glaubt. Spricht man es nur mit der Zunge, ohne Überzeugung im Herzen, so ist man ein heuchlerischer Lügner.
𝟔- 𝐀𝐮𝐟𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭: Allāh sagt: „So diene Allāh und sei Ihm gegenüber
aufrichtig in der Religion. Sicherlich, Allāh gehört die aufrichtige Religion.“ (Qurʾān 39:2–3)
➜ Das bedeutet: Richte deine gesamte Religion – äußerlich und innerlich – ausschließlich auf Allāh aus.
𝟕- 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞: Allāh sagt: „Und doch gibt es unter den Menschen manche, die außer Allāh andere als Seinesgleichen annehmen und ihnen die selbe Liebe schenken wie Allāh. Aber die Gläubigen sind stärker in ihrer Liebe zu Allāh.“ (Qurʾān 2:165)
➜ Die Leute von „Lā ilāha illā Allāh“ lieben Allāh mit aufrichtiger, ausschließlicher Liebe. Die Leute des Shirk hingegen lieben zugleich andere neben Ihm – und das widerspricht dem, was „Lā ilāha illā Allāh“ erfordert.
• Saʿīd ibn Rummāna رَحِمَهُ الله sagte: „Wahb ibn Munabbih wurde gefragt:
‚Lā ilāha illā Allāh’ nicht der Schlüssel zum Paradies?‘
Er antwortete: ‚Ja, aber ein Schlüssel hat Zacken. Wer zum Tor (des Paradieses) mit einem Schlüssel mit Zacken kommt, dem wird geöffnet, und wer nicht mit einem Schlüssel mit Kerben kommt, dem wird Nichts geöffnet!‘“
📖[Ḥilyat al-Awliyāʾ (4/66)]
➜ Genau diese Bedingungen sind die Zacken des Schlüssels zum Paradies.
𝐃𝐢𝐞 𝐰𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐙𝐮𝐟𝐫𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐀𝐥𝐥𝐚̄𝐡, 𝐝𝐞𝐦 𝐈𝐬𝐥𝐚𝐦 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐦 𝐆𝐞𝐬𝐚𝐧𝐝𝐭𝐞𝐧
Ibn al-Qāyyim رَحِمَهُ الله sagte:
„Zu den Rechten Allāhs gegenüber Seinem Diener gehört, dass er Ihn anbetet und Ihm nichts beigesellt, dass er Seiner gedenkt und Ihn nicht vergisst, dass er Ihm dankbar ist und Ihn nicht verleugnet, und dass er mit Ihm als Herrn zufrieden ist, mit dem Islam als Religion und mit Muhammad als Gesandten.
Doch diese Zufriedenheit besteht nicht bloß darin, diese Worte auszusprechen, während sein Zustand und sein Wille sie Lügen strafen und ihnen widersprechen. Wie kann jemand mit Ihm als Herrn zufrieden sein, der unzufrieden ist mit dem, was Er für ihn bestimmt, wenn es nicht seinem Willen und seinen Begierden entspricht? So bleibt er voller Unmut und Verdruss: Er ist zufrieden, während sein Herr erzürnt ist, und er wird zornig, während sein Herr zufrieden ist. Ein solcher hat in Wirklichkeit nur an seinem Anteil von seinem Herrn Gefallen gefunden – der Anteil eines Menschen, der nicht wirklich mit Allāh als Herrn zufrieden ist.
Und wie kann jemand behaupten, mit dem Islam als Religion zufrieden zu sein, der seine Grundlagen hinter seinen Rücken wirft, wenn sie seiner Neuerung und seinen Begierden widersprechen, und auch seine Zweige beiseitelässt, wenn sie nicht mit seinem Ziel und seinen Gelüsten übereinstimmen?!
Und wie kann die Zufriedenheit mit Muhammad als Gesandten richtig sein bei demjenigen, der ihn weder in seinem Äußeren noch in seinem Inneren zum Maßstab macht und die Grundlagen und Zweige seiner Religion nicht allein aus seiner Quelle entgegennimmt?!
Und wie kann jemand mit ihm als Gesandten zufrieden sein, der das, womit er gekommen ist, für die Aussage eines anderen verlässt, jedoch die Aussage eines anderen nicht für seine Aussage verlässt, und ihn nur dann zum Richter nimmt und sich auf seine Worte beruft, wenn sie mit seiner Nachahmung und seiner Rechtsschule übereinstimmen, und wenn sie dem widersprechen, seine Worte unbeachtet lässt?!
Gemeint ist: Zu Seinen Rechten – erhaben ist Er – über jeden Seiner Diener gehört, dass er mit Ihm als Herrn zufrieden ist, mit dem Islam als Religion und mit Muhammad als Gesandten, und dass seine ganze Liebe Allāh gilt, sein Hass um Allāhs willen ist, seine Worte für Allāh sind, seine Taten für Allāh sind und sein Unterlassen für Allāh ist; dass er Seiner gedenkt und Ihn nicht vergisst, Ihm gehorcht und Ihm nicht widerspricht und Ihm dankbar ist und Ihn nicht verleugnet.“
📖[Shifāʾ al-ʿAlīl (1/374)]
𝐃𝐢𝐞 𝐍𝐢𝐞𝐝𝐫𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐃𝐮𝐧𝐲𝐚̄ 𝐮𝐧𝐝 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Der Wert eines jeden Menschen entspricht dem, wonach er strebt. Wer also die Dunyā begehrt, über den gibt es nichts Niedrigeres; denn die Dunyā ist niedrig. Noch niedriger als sie ist derjenige, der nach ihr strebt. Sie ist wertlos, und noch wertloser als sie ist derjenige, der um sie wirbt und sie begehrt.“
📖[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 433)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐦𝐠: Was ist dann erst mit demjenigen, der nicht nur um sie geworben hat, sondern sie liebte, sie heiratete und dessen Liebe zu ihr immer weiter zunimmt, während sie eine Braut hinter ihrem Vorhang für diejenigen ist, die den Begierden folgen?
• Al-Ilbīrī رَحِمَهُ الله sagte: „Ich sehe, dass du eine Braut (die Dunyā) liebst, einer Verräterin,
doch die Weisen haben sie endgültig geschieden (verlassen).“
📖[Tāʾiyyat al-Ilbīrī (3)]
• Es ist bekannt, dass ʿAlī ibn Abī Ṭālib ❇️ im Dunkel der Nacht sagte, während er seinen Bart mit seinen Händen hielt und weinte: „O Dunyā, o niederträchtige Dunyā! Täusche jemand anderen, mir zeigst du dich? Ich habe dich dreimal geschieden, sodass es keine Rückkehr zu dir gibt.“
📖[Majmuʿ al-Fatāwā (32/317)]
📖[Al-Istīʿāb (5/336)]
📖[Minhāj as-Sunnah (7/490)]
➜ Wonach strebst du also? Hast du deinen Wert erkannt?
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐳𝐢𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐒𝐮̄𝐫𝐚𝐭 𝐚𝐥-𝐊𝐚𝐡𝐟 𝐚𝐦 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐭𝐚𝐠
Qays ibn ʿAbbād رَحِمَهُ الله sagte:
„Wer die Sūrat al-Kahf so rezitiert, wie sie herabgesandt wurde, und dann den Dajjāl erlebt, über den wird er keine Macht haben und er wird ihm keinen Schaden zufügen. Und wer die Sūrat al-Kahf am Freitag rezitiert, für den erstrahlt sein Licht von dem Ort, an dem er ist, bis nach Mekka.“
📖[Faḍāʾil al-Qurʾān li-l-Mustaghfirī (2/564)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Von einigen der Salaf wurde überliefert, was die Rezitation der Sūrat al-Kahf am Freitag betrifft, unteranderem:
• Abū Qilāba al-Jarmī – رَحِمَهُ الله – sagte: „Wer die al-Kahf am Freitag rezitiert, der ist bewahrt von einem Freitag bis zum nächsten.“
📖[Shuʿab al-Imān (2239)]
• Abū al-Muhallab al-Jarmī – رَحِمَهُ الله – sagte: „Wer die Sūrat al-Kahf am Freitag rezitiert, für den ist sie eine Sühne bis zum nächsten Freitag.“
📖[Faḍāʾil al-Qurʾān von aḍ-Ḍurays (208)]
• Überliefert wird auch von Khālid ibn Maʿdān – رَحِمَهُ الله – mit einer Überlieferungskette, bei der erleichtert wird: „Wer die Sūrat al-Kahf an jedem Freitag rezitiert, bevor der Imām hinausgeht, für den ist es eine Sühne für das, was zwischen ihm und dem Freitag liegt, und ihr Licht reicht bis zum al-Bayt al-ʿAtīq (die Kaʿba).“
📖[Sunan Saʿīd ibn Manṣūr (6/707)]
• Einige Leute aus al-Madīna sagten: „Wer die Sūrat al-Kahf am Freitag rezitiert, dem wird ein Licht gegeben, das zwischen ihm und Mekka reicht, ihm wird vergeben, was zwischen den beiden Freitagen liegt, und er wird vor der Fitnah des Dajjāl beschützt.“
📖[al-Hidāya ilā Bulūġ an-Nihāya (6/4317)]
• Imām ash-Shāfiʿī – رَحِمَهُ الله – sagte: „Ich liebe das Rezitieren von Sūrat al-Kahf in der Nacht und am Tag des Freitags – wegen dessen, was darüber überliefert wurde.“
📖[Kitāb al-Umm (2/432)]
• Ibn Hāniʾ – رَحِمَهُ الله – sagte: „Ich ging mit Abū ʿAbdillāh [gemeint ist Imām Aḥmad] zur Moschee, und ich hörte ihn die Sūrat al-Kahf rezitieren.“
📖[Masāʾil Ibn Hāniʾ (1964)]
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐳𝐢𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐐𝐮𝐫ʾ𝐚̄𝐧 𝐟𝐮̈𝐫 𝐦𝐞𝐧𝐬𝐭𝐫𝐮𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧
Ibn Qudāmah al-Maqdisī رَحِمَهُ الله sagte:
„Die Ummah ist sich einig darüber, dass dies der Qurʾān ist, ohne den das Gebet nicht gültig ist und ohne den auch die Khutba nicht gültig ist – außer mit einem Vers daraus. Und weder eine menstruierende Frau noch ein Junub rezitieren ihn.“
📖[Al-Munāẓara fī al-Qurʾān (S. 30)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Alle, die sich zu dieser Angelegenheit unter den Ṣaḥābah, den Tābiʿīn und denjenigen nach ihnen geäußert haben, sind nicht von dem Verbot abgewichen. Sie alle untersagten der menstruierenden Frau das Rezitieren des Qurʾān. Einige von ihnen erlaubten jedoch ein oder zwei Verse – und dies im Zusammenhang mit Dhikr – unter Anwendung der Regel, dass das Seltene kein eigenständiges Urteil begründet, so wie es von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās überliefert ist hinsichtlich der Rezitation des Junub, welche ebenfalls nach dem Konsens der Ṣaḥābah untersagt ist.
Der Konsens über das Verbot, dass die menstruierende Frau den Qurʾān rezitiert, wurde unter anderem auch von Abū al-ʿAbbās as-Sijzī und anderen überliefert. Zu diesem Verbot gehören auch zahlreiche Berichte von den Ṣaḥābah, den Tābiʿīn und den Gelehrten, dessen Erwähnung zu lang wäre. Einige davon:
• Es überlieferte Ibn al-Mundhir über den Weg von Ibn Lahīʿa, von Abū az-Zubayr, dass er Jābir ibn ʿAbdillāh über die menstruierende Frau und die Wöchnerin fragte, ob sie etwas vom Qurʾān rezitieren dürfe. Daraufhin sagte Jābir: „Nein.“
• Und Und ʿAṭāʾ ibn Abī Rabāḥ, Abū al-ʿĀliyah, Ibrāhīm an-Nakhaʿī, az-Zuhrī und Saʿīd ibn Jubayr sagten: „Die menstruierende Frau rezitiert nichts vom Qurʾān.“
📖[Al-Awsaṭ (Nr. 618)]
• Ebenso wurde über Ibrāhīm an-Nakhaʿī von ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb ❇️ überliefert, dass er sagte: „Die menstruierende Frau rezitiert den Qurʾān nicht.“
📖[Musannaf Ibn Abī Shayba (1105)]
• At-Tirmidhī رَحِمَهُ الله sagte in seinem Jāmiʿ: „Dies ist die Ansicht der meisten Gelehrten unter den Gefährten des Propheten 📿, den Tābiʿīn und denjenigen nach ihnen, wie Sufyān ath-Thawrī, ʿAbdullāh ibn al-Mubārak, Imām ash-Shāfiʿī, Imām Aḥmad ibn Ḥanbal und Isḥāq ibn Rāhawayh.
Sie sagten: Weder die menstruierende Frau noch der Junub rezitieren irgendetwas vom Qurʾān – außer einem Teil eines Verses, einzelnen Worten oder Ähnlichem. Und sie erlaubten für den Junub und die menstruierende Frau das Tasbīḥ und das Tahlīl.“
📖[Sunan at-Tirmidhī (1/162)]
• Ad-Dārimī führte in seinem Musnad folgendes Kapitel an: „Die menstruierende Frau gedenkt Allāhs, rezitiert jedoch nicht den Qurʾān.“
📖[Musnad Ad-Dārimi (1038)]
• Abū Dāwūd as-Sijistānī رَحِمَهُ الله sagte: Ich sagte zu Aḥmad ibn Ḥanbal: „Rezitiert die menstruierende Frau irgendetwas vom Qurʾān?“
Er sagte: „Nein. Sie spricht Tasbīḥ und gedenkt Allāhs.“
Und er sagte: „Die menstruierende Frau ist strenger (im Urteil) als der Junub, doch wurde für ein einzelnes Wort eine Erleichterung zugelassen.“
📖[Al-Masāʾil (178)]
• Imām ash-Shāfiʿī رَحِمَهُ الله sagte: „Wenn jemand im Zustand der Janābah ist, ist es ihm nicht erlaubt, den Qurʾān zu rezitieren. Und die menstruierende Frau befindet sich in einem ähnlichen Zustand wie der Junub, wenn nicht sogar in einem strengeren Zustand der Unreinheit.“
📖[Maʿrifat as-Sunan (775)]
• Ḥarb al-Kirmānī رَحِمَهُ الله sagte: Ich hörte Isḥāq ibn Rāhawayh sagen:
„Wenn die menstruierende Frau sich zur Zeit eines Gebets reinigen möchte – für Tasbīḥ und Dhikr, nicht für das Gebet –, so ist ihr das erlaubt. Sie spricht Tasbīḥ und gedenkt Allāhs, aber sie rezitiert nichts vom Qurʾān, weder wenig noch viel – gemeint ist die Tilāwah (Rezitation).
Und wenn sie während ihrer Menstruation einen Niederwerfungsvers (Sajdah) hört, muss sie ihn nach ihrer Reinheit nicht nachholen, so wie sie während ihrer Menstruation auch nicht betet – und das Gebet ist schwerwiegender.“
📖[Al-Masāʾil (S. 60)]
• Al-Ājurrī رَحِمَهُ الله sagte: „Weder der Junub noch die menstruierende Frau rezitieren den Qurʾān – weder einen Vers noch auch nur einen einzigen Buchstaben.“
📖[Akhlāq Ḥamalat al-Qurʾān (S. 129)]
𝐃𝐢𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐳𝐮 𝐀𝐥𝐥𝐚̄𝐡 – 𝐮𝐧𝐝 𝐢𝐡𝐫𝐞 𝐕𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐁𝐞𝐟𝐨𝐥𝐠𝐮𝐧𝐠
Sahl ibn ʿAbdillāh رَحِمَهُ الله sagte:
„Ein Zeichen der Liebe zu Allāh ist die Liebe zum Qurʾān. Ein Zeichen der Liebe zum Qurʾān ist die Liebe zum Propheten 📿. Ein Zeichen der Liebe zum Propheten 📿 ist die Liebe zur Sunnah. Ein Zeichen der Liebe zur Sunnah ist die Liebe zum Jenseits. Und ein Zeichen der Liebe zum Jenseits ist der Hass auf die Dunya. Und ein Zeichen des Hasses auf die Dunya ist, dass man von ihr nur das zurücklegt, was als Proviant und ausreichende Versorgung für das Jenseits dient.“
📖[Ash-Shifāʾ bi-Taʿrīf Ḥuqūq al-Muṣṭafā (S. 279)]
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Doch all diese Zeichen, die Sahl ibn ʿAbdillāh erwähnte, nützen nichts ohne Folgsamkeit (Ittibāʿ). Denn bloße Liebe allein genügt nicht. Deshalb prüfte Allāh Menschen, die behaupteten, Ihn zu lieben, mit dem Vers:
„Sag: Wenn ihr Allāh liebt, dann folgt mir, so wird Allāh euch lieben.“
(Qurʾān 3:31)
• Es wurde von Ibn Abī Ḥātim und aṭ-Ṭabarī überliefert – über den Weg von ʿAbbād ibn Manṣūr –, dass er sagte:
„Einige Menschen zur Zeit des Gesandten Allāhs 📿 behaupteten, sie würden Allāh lieben. Da wollte Allāh ihrer Aussage durch Taten Wahrhaftigkeit verleihen, und so offenbarte Er:
‚Sag: Wenn ihr Allāh liebt, dann folgt mir, so wird Allāh euch lieben.‘
So wurde das Befolgen von Muḥammad 📿 zum Beweis für die Wahrhaftigkeit ihrer Aussage.“
• Und al-Ḥasan al-Baṣrī sagte bezüglich des Verses:
„…dann folgt mir, so wird Allāh euch lieben…“
„Das Zeichen ihrer Liebe zu Ihm war das Befolgen der Sunnah Seines Gesandten 📿“
📖[Tafsīr aṭ-Ṭabarī (5/325)]
➜ • Und dazu gehört: Dass die guten Taten, mit denen sich der Diener im Monat Ramaḍān seinem Herrn nähert, nicht mit dem Ende des Ramaḍāns aufhören, sondern fortbestehen, solange der Diener lebt. Und das ist die Bedeutung der vorher erwähnten Überlieferung, dass der Fastende nach dem Ramaḍān wie jemand ist, der nach dem Rückzug (aus dem Kampf) wieder dorthin zurückkehrt – das heißt: wie einer, der aus dem Kampf auf dem Weg Allāhs flieht und dann wieder zurückkehrt. Denn viele Menschen freuen sich über das Ende des Monats Ramaḍān, weil sie das Fasten als beschwerlich, langweilig oder zu lang empfinden. Wer jedoch so ist, kehrt in der Regel nicht so bald wieder zum Fasten zurück. Doch wer nach dem Fastenbrechen am Festtag (ʿĪd al-Fiṭr) schnell wieder zum Fasten zurückkehrt, dessen Rückkehr zeigt, dass er das Fasten liebt, es nicht satt hat und nicht als Last empfand.
In einer von at-Tirmiḏhī überlieferten Überlieferung heißt es sinngemäß: „Die Allah am meisten geliebten Taten sind die des beständig Ankommenden und Weiterziehenden.“ Diese wurde so erklärt, dass damit der Qurʾān-Rezitierende gemeint ist, der vom Anfang bis zum Ende (des Qurʾān) liest und dann vom Ende wieder zum Anfang zurückkehrt – so oft er ankommt, zieht er weiter. Und wer nach dem Ramaḍān schnell wieder mit dem Fasten beginnt, ist diesem Qurʾān-Rezitierenden im Sinn nach ähnlich. Und Allah weiß es am besten.
Bishr wurde gefragt: „Einige Menschen beten im Ramaḍān und sind darin sehr eifrig.“ Da sagte er: „Wie schlimm ist ein Volk, das Allah nur im Monat Ramaḍān wirklich kennt! Der wahrhaft Rechtschaffene ist derjenige, der das ganze Jahr über gottesfürchtig und eifrig ist.“
Ash-Schiblī wurde gefragt: „Welcher Monat ist besser – Rajab oder Shaʿbān?“ Er sagte: „Sei ein Diener des Herrn (rabbānī) und nicht ein Shaʿbānī (also jemand, der nur in bestimmten Monaten gottesfürchtig ist bzw. in Shaʿbān).““
[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 393-396)]
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐮̈𝐜𝐤𝐤𝐞𝐡𝐫 𝐳𝐮𝐦 𝐅𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐑𝐚𝐦𝐚𝐝𝐚̄𝐧
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Die Rückkehr zum Fasten nach Ramaḍān hat mehrere Vorteile:
• Einer davon ist, dass das Fasten von sechs Tagen im Schawwāl nach Ramaḍān den Lohn für das Fasten des ganzen Jahres vervollständigt, wie bereits erwähnt.
• Ein weiterer Vorteil ist, dass das Fasten im Schawwāl und Shaʿbān den Sunnāh-Gebeten vor und nach dem Pflichtgebet gleicht. Dadurch wird das, was in der Pflicht möglicherweise an Mängeln und Fehlern aufgetreten ist, ergänzt. Denn die Pflichtwerke werden am Tag der Auferstehung durch die freiwilligen Taten vervollständigt, wie es vom Propheten 📿 in mehreren Überlieferungen berichtet wurde.
Und die meisten Menschen haben beim Fasten der Pflicht Mängel und Fehler, weshalb sie Taten benötigen, die dies ausgleichen und vervollständigen.
Deshalb hat der Prophet 📿 untersagt, dass jemand sagt: „Ich habe den gesamten Ramaḍān gefastet“ oder „Ich habe ihn vollständig im Gebet verbracht.“ Der Sahābi sagte: „Ich weiß nicht, ob er damit die Selbstlobpreisung missbilligte oder ob es unvermeidlich ist, dass man Nachlässigkeit begeht.“
ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz رحمه الله pflegte zu sagen: „Wer nichts hat, um Almosen zu geben, soll fasten.“ Das heißt: Wer nichts besitzt, um die Ṣadaqat al-Fiṭr am Ende des Ramaḍān zu entrichten, soll nach dem Fest fasten. Denn das Fasten ersetzt die Speisung bei der Sühne von Sünden, so wie es auch bei der Sühne für Eidbrüche und andere Sühneleistungen wie die Sühne für Totschlag, den Geschlechtsverkehr im Ramadan und den Zihār als Ersatz dient.
• Und dazu gehört: Die Rückkehr zum Fasten nach dem Ramaḍān ist ein Zeichen für die Annahme des Fastens im Ramadan. Denn wenn Allah, der Erhabene, die Tat eines Dieners annimmt, leitet Er ihn zu einer weiteren guten Tat danach.
Wie jemand sagte: „Die Belohnung für eine gute Tat ist eine weitere gute Tat danach.“ Wer also eine gute Tat verrichtet und ihr eine weitere folgen lässt, für den ist dies ein Zeichen, dass die erste angenommen wurde.
Genauso ist es, wenn jemand eine gute Tat verrichtet und ihr eine schlechte Tat folgen lässt – dies ist ein Zeichen dafür, dass die gute Tat zurückgewiesen und nicht angenommen wurde.
• Und dazu gehört: Das Fasten im Ramaḍān bewirkt die Vergebung der vergangenen Sünden, wie bereits erwähnt wurde.
Diejenigen, die im Ramaḍān gefastet haben, erhalten am Tag des Festes – dem Tag der Belohnungen – ihren Lohn.
Das erneute Fasten nach dem Fest ist also ein Zeichen der Dankbarkeit für diese Gnade. Denn es gibt keine größere Gnade als die Vergebung der Sünden.
Der Prophet 📿 stand (zum Gebet), bis seine Füße anschwollen. Man sagte zu ihm: „Tust du das, obwohl Allah dir deine vergangenen und zukünftigen Sünden vergeben hat?“ Er antwortete: „Sollte ich dann nicht ein dankbarer Diener sein?“ ⇩
𝐃𝐢𝐞 𝐰𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝐄𝐫𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧𝐬 𝐝𝐞𝐬 ʿ𝐈̄𝐝
Ibn Rajāb al-Hanbalī رَحِمَهُ الله sagte:
„Der ʿĪd ist nicht für den, der Neues trägt, sondern der ʿĪd ist für den, dessen Gehorsam (gegenüber Allāh) zunimmt.
Der ʿĪd ist nicht für den, der sich mit Gewändern und Reittieren schmückt – sondern derjenige, dem die Sünden vergeben wurden.
In der Nacht von ʿĪd werden die Kleider der Befreiung (von der Hölle) und der Vergebung an die Diener verteilt;
wer davon etwas erhält, für den ist es (wirklich) ein ʿĪd – wer jedoch leer ausgeht, ist verstoßen und fern (vom wahren Sinn des ʿĪd).“
[Laṭāʾif al-Maʿārif (S. 483)]
𝐃𝐚𝐬 𝐇𝐢𝐧𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐛𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧 ʿ𝐈̄𝐝-𝐅𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧
Abī al-Faḍl Ṣāliḥ رَحِمَهُ الله sagte:
„Ich fragte ihn (Imām Aḥmad ibn Ḥanbal) nach den Frauen: Sollen sie zu den beiden ʿĪd-Festen rausgehen?“
Er sagte: „In unserer Zeit gefällt mir das nicht.“
[Masāʾil al-Imām Aḥmad riwāyat Abī al-Faḍl Ṣāliḥ (402)]
➜ In Aḥkām an-Nisāʾ riwāyat Abī Bakr al-Khallāl (106) heißt es weiter: „Denn sie sind eine Fitnāh (Versuchung).“
𝐀𝐧𝐦𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠: Wenn Imām Aḥmad dies bereits zu seiner Zeit sagte, wie ist es dann erst recht in unserer Zeit, die noch katastrophaler und schlimmer ist? Die meisten Frauen gehen heute mit Tabarruj hinaus, tragen nicht einmal einen vollständigen Hijāb – und genau dann, an ʿId, wollen sie sagen, es ist „Sunnah“, zu den ʿId-Gebeten zu gehen?
Was ist mit euren Pflichten, ya Akhawāt? Was ist mit eurer Bedeckung und eurem Hayā? Aus diesem Grund hielten viele der Salaf ihre Frauen davon ab, an diesen Tagen hinauszugehen, aufgrund der Fitnah, die dadurch entsteht.
• ʿĀʾisha ↖️ sagte: „Wenn der Gesandte Allāhs 📿 gesehen hätte, was die Frauen eingeführt haben, hätte er ihnen den Zugang zur Moschee verwehrt, so wie den Frauen der Kinder Israels der Zugang verwehrt wurde.“
📖[Ṣaḥīḥ Muslim (445)]
• Von Ibn ʿUmar ❇️ wurde überliefert: „Er ließ seine Frauen nicht zum ʿĪd hinausgehen.“
📖[Muṣannaf aṣ-Ṣanʿānī (5797)]
• Von Ibn al-Mubārak رَحِمَهُ الله wurde überliefert, dass er sagte: „Ich missbillige es heute, dass Frauen zu den beiden ʿĪd-Festen hinausgehen. Wenn die Frau jedoch darauf besteht, hinauszugehen, so soll ihr Ehemann ihr die Erlaubnis geben, in ihrer einfachen Kleidung und ohne Schmuck hinauszugehen. Wenn sie sich weigert, so hinauszugehen, dann hat der Ehemann das Recht, sie vom Hinausgehen abzuhalten.“
📖[Jāmiʿ at-Tirmidhī (548)]
• Abī ʿAmr ash-Shaybānī رَحِمَهُ الله berichtete: „Ich sah Ibn Masʿūd, wie er Frauen mit kleinen Steinen bewarf (um sie zu ermahnen) und sie am Freitag aus der Moschee hinausführte.“
📖[Muṣannaf Ibn Abī Shayba (7827)]
• Von Ibrahīm رَحِمَهُ الله berichtet: „Es wurde als verwerflich angesehen, dass Frauen an den beiden ʿĪd-Tagen hinausgehen.“
📖[Muṣannaf Ibn Abī Shayba (5794)]
• Von ʿUrwa ibn az-Zubayr, „dass er keiner Frau aus seiner Familie erlaubte, zum ʿĪd al-Fiṭr oder ʿĪd al-Aḍḥā hinauszugehen.“
📖[Muṣannaf Ibn Abī Shayba (5796)]
• ʿAbd al-Raḥmān رَحِمَهُ الله berichtete: „Al-Qāsim war besonders streng gegenüber jungen Frauen (al-ʿawātiq) und ließ sie nicht zum ʿĪd al-Fiṭr oder ʿĪd al-Aḍḥā hinausgehen.“
📖[Muṣannaf Ibn Abī Shayba (5797)]
➤ Al-ʿawātiq: junge, unverheiratete Frauen im heiratsfähigen Alter.
• Von Ibrahīm رَحِمَهُ الله berichtet: „Es wurde als verwerflich angesehen, dass junge Frauen zu den beiden ʿĪd-Gebeten hinausgehen.“
📖[Muṣannaf Ibn Abī Shayba (5798)]
Yaḥyā al-Anṣārī رَحِمَهُ الله sagte: „Wir kennen bei uns nicht, dass junge Frauen zu den beiden ʿĪd-Gebeten hinausgehen.“
📖[Al-Awsaṭ (2129)]
• Und es wurde von ihm über Ḥanbal überliefert, dass er über das Hinausgehen der Frauen zu den ʿĪd-Gebeten gefragt wurde und sagte: „Es führt zu Fitnah – außer es handelt sich um eine ältere Frau.“
📖[Al-Furūʿ (1/578)]
𝐃𝐞𝐫 ʿ𝐈̄𝐝-𝐆𝐫𝐮ß 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐝𝐚𝐫𝐚𝐮𝐟
Imām Aḥmad ibn Ḥanbal رَحِمَهُ الله wurde nach einem Mann gefragt, der an ʿĪd al-Fiṭr einen anderen Mann trifft und zu ihm sagt:
„Möge Allah von uns und dir annehmen.“ (Taqabbalallāhu minnā wa-mink)
Er رَحِمَهُ الله antwortete: „Der andere antwortet darauf, und wenn er damit anfängt, ist es auch kein Problem."
[Masāʾil al-Imām Aḥmad riwāyat Ibn Hāniʾ an-Naysābūrī (673)]